Mittwoch, 13. August 2025

Kabinettausstellung 

von Bärbel Klee 

 

 

 

Bärbel Klee

Köpfe. Eine Annäherung

Einen menschlichen Kopf darstellen zu wollen, bedeutet, fasziniert zu sein von der Ästhetik des Sujets, birgt aber gleichzeitig auch die Gefahr, an seinem Vorhaben zu scheitern. Denn Köpfe malen sich nicht wie z.B. Stillleben oder Pflanzen. Sie nehmen Ungenauigkeiten in der Physiognomie und Malweise schnell übel und wollen zudem in ihrer Aura eingefangen werden.

Seit ungefähr zwei Jahren beschäftige ich mich mit der Darstellung von Köpfen und Gesichtern, die ich nicht nach Vorlagen, Fotos oder existenten Personen abbilde. Ich finde sie in meiner eigenen Vorstellung von einem menschlichen Kopf und suche sie während des Malprozesses. Dabei reagiere ich auf die entstehenden Linien und Flächen – bis ich hier menschenähnliche Züge entdecke und sie von da aus weiter zu einem Gesicht/Kopf verarbeite.

Ein weiterer Aspekt für die Darstellung eines Kopfes ist für mich das Herausheben des Kopfes aus der Fläche, um ihn der Wirklichkeit anzunähern. Hier sind es vor allem die Farben selbst, die in ihrer Auswahl, ihrer Anordnung, ihrem Farbauftrag und dem Pinselstrich dazu beitragen, Räumlichkeit im Gesicht herzustellen und eine Landschaft von Erhebungen und Ebenen nach den biologischen Vorgaben nachzubilden.

 


 

 

 






 


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